Katastrophenschutz
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Katastrophen-Einsatz Elbe-Hochwasser 08.2002
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Endlose Wasserwüsten in Sachsen. Niemand wird diese unfassbaren Bilder vom August des Jahres 2002 so schnell vergessen. Der Osten versinkt nach anhaltenden starken Regenfällen und über die Ufer getretenen Flüssen und Bächen, die zu reißenden Fluten wurden, buchstäblich im Wasser. Zahllose Helfer der Hilfsorganisationen und Feuerwehren versuchen gemeinsam mit Angehörigen der Bundeswehr und Freiwilligen den Wassermassen entgegenzutreten bzw. den Geschädigten vor Ort zu helfen.

Drei Heiligenhafener Samariter dabei
Auch eine Hilfsgruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes Schleswig-Holstein, die sich aus Helfern verschiedener Ortsverbände zusammensetzte, kam zum Einsatz. Mit dabei waren auch drei Helfer vom ASB Heiligenhafen. In den frühen Morgenstunden des 15. August erfolgte durch den Landesverband die Alarmierung des Ortsverbands. Dirk Hödel, Dirk Gerhardt und Uwe Friedel standen zur Verfügung. Ihr Einsatz war allerdings nur durch das große Entgegenkommen ihrer Arbeitgeber möglich. An dieser Stelle möchten wir noch einmal unseren herzlichen Dank für die unproblematische und sehr kurzfristige Freistellung von der Arbeit - und das für mehrere Tage - aussprechen.

Einsatzbericht
Nach der 9-stündigen Anreise wurden die Helfer des ASB in den späten Abendstunden des 15. August 2002 zur Hilfe beim Entladen von Puma-Hubschraubern des Bundesgrenzschutzes, die Hilfsbedürftige ins Altersheim Stolpen verlegten, eingesetzt.

Am folgenden Tag waren die schleswig-holsteinischen Samariter am Krankenhaus in Sebnitz beim Entladen der dort eintreffenden Hubschrauber dabei und halfen im Krankenhausdienst, da dort akuter Personalmangel herrschte.

Organisatorische Probleme führten letztendlich dazu, dass es am 18. August 2003 auf die Rückfahrt nach Heiligenhafen ging.

Unsere drei Helfer konnten vielfältige Eindrücke gewinnen. Positive und negative Erlebnisse waren zu verarbeiten. Hervorzuheben ist die Dankbarkeit der Bevölkerung, die teilweise sogar die Versorgung der Helfer übernahm. Die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen ist größtenteils als gut zu bezeichnen, obwohl an dieser Stelle aber durchaus auch von negativen Erlebnissen in diesem Zusammenhang berichtet werden könnte. Nach den Aussagen der Helfer schien es, dass die Einsatzleitungen vor Ort mit den Aufgaben überfordert waren und es dadurch auch zu Fehlentscheidungen gekommen ist, die auch zu Frust unter der Helferschaft geführt hat. Trotzdem sehen unsere drei Helfer ihren Einsatz als sehr sinnvoll an.